Design Transfer
Customized Fences Edition 2019 by H+S Zauntechnik
Präsentation zum Thema "Holz & Zaun"
© Miriam Raneburger

Der Zaun als Randerscheinung? Immer noch ist er Stiefkind von Architekten und Designern. Ein Zaun ist notwendiges, aber nur selten leidenschaftlich betrachtetes Element der Gestaltung. Seine Schutz- und Grundfunktion steht weit über gestalterischen – vor allem ästhetischen – Aspekten. Form follows function – es dominieren Ensembles aus Gittern, Maschen und Latten. Zäune sind gewissermaßen der letzte weiße Fleck auf der kreativen Landkarte. Weitgehend schmucklos präsentiert sich die Gestaltung von Zäunen heute.

In Partnerschaft mit der Creative Industries Styria beschloss die H+S Zauntechnik, gemeinsam mit Designern, Architekten und Holzbauunternehmen des Holzcluster Steiermark innovative Wege zu beschreiten. Der Zaunbauspezialist mit Sitz in Raaba-Grambach lud heimische Kreative ein, neue Zugänge und Projektideen zum Thema Holz im Zaunbau zu entwickeln. Über die Positionierung im Designbereich versucht das Unternehmen, künftig eine positive Differenzierung, eine höhere Bekanntheit und damit Wettbewerbsvorteile zu sichern.

Im Rahmen des Designmonat Graz sind die Prototypen am ehemaligen Haupteingang des Joanneumsviertel, an der Neutorgasse 45, zu sehen.

Die Zusammenarbeit von H+S Zauntechnik mit Designern und Architekten ist bereits die zweite erfolgreiche Kooperation. Bereits 2018 wurden neue Zugänge und Projektideen entwickelt und im designforum Steiermark in der Ausstellung „Showcase 2018“ präsentiert.

WunderBAR
Martin Mostböck und Sägewerk Salleger

Die spezielle Anordnung unterschiedlich breiter Holzlatten erzeugt eine Strichcode-Optik und bedient sich damit einer längst allgegenwärtigen Ästhetik unserer Alltagskultur. Ein Balanceakt aus bewusst zurückhaltender und dennoch markanter Formensprache. Ziel war es, mit dem Zaun eine Form zu finden, die das Grundstück zwar deutlich umgrenzt, ohne aber in seiner Wirkung mit der Architektur des Gebäudes dahinter in Konkurrenz zu treten.

www.martin-mostboeck.com
www.sallegger-holz.at

Lino.z
SellaBerlin und Riegler Holzindustrie

Die Anordnung der einzelnen Holzelemente im Entwurf „Lino.z“ lässt den fließenden Eindruck einer Wellenbewegung entstehen. Ein dynamischer Effekt, der sich einen raffinierten Kniff im Zuschnitt der Holzlatten verdankt. Diese werden jeweils der Länge nach geteilt – in unterschiedlichen Anschnittwinkeln – und kommen um 90 Grad verdreht zum Einsatz. Je nach Anordnung sind dabei unterschiedlichen Zaundichten – von massiver Wand bis transparente Abgrenzung – und unterschiedliche Wellenlängen – kleine Welle, große Welle, Zufallswelle – möglich. Der Zaun soll nicht nur statisch wirken, sondern je nach Situation auch eine Lebendigkeit vermitteln.

www.sellaberlin.com
www.holz-riegler.at

Micado
Hofrichter-Ritter-Architekten und MOHIK-Wertholz

Das Konzept setzt auf das Spiel mit dem Zufall, gleichzeitig ein Spiel mit der menschlichen Wahrnehmung. Der Entwurf nimmt Anleihen in der Natur und übersetzt die Zufälligkeit naturgegebener Muster wie den Blick durchs Unterholz oder wild gewachsenes Gras in die Formensprache eines Zauns. Ein Zaun, der seinem logischen Daseinszweck der funktionalen Trennung gerecht wird und dennoch beide Seiten des Geländes miteinander interagieren lässt.

www.hofrichter-ritter.at
www.mohik-wertholz.at