digional. Das neue Regional.
Die zwischen Mai und September 2020 fu╠łr die Initiative ÔÇ×Aus unserer RegionÔÇť erstellte Trendstudie ru╠łckt den Fokus auf steirische EPUs und KMUs, bu╠łndelt deren Bedu╠łrfnisse und gibt Ru╠łckschlu╠łsse fu╠łr die Politik.

Zuerst kam der Virus. Und auf einmal musste es ganz schnell gehen. Die Rufe nach regionaler Wertscho╠łpfung, regionalem Einkaufen und regionaler Versorgung wurden immer lauter. Gleichzeitig haben Homeoffice und Videokonferenzen das Digitale versta╠łrkt in Betriebe und Haushalte gebracht. Regionalita╠łt und Digitalisierung sind in aller Munde. Aber an welchen Erkenntnissen ko╠łnnen sich die EntscheiderInnen in den EPUs, KMUs sowie in der Politik orientieren?

 

BEIDE PHA╠łNOMENE SIND GLOBALE MEGATRENDS UND ENG MITEINANDER VERBUNDEN.

Regionalita╠łt und Digitalisierung sind Megatrends, erstrecken sich u╠łber den ganzen Globus und werden uns mehrere Generationen begleiten. So u╠łberflu╠łgeln diese gemeinsam, Stand 11. August 2020, mit 7 Milliarden und 470 Millionen Sucheintra╠łgen auf Google das derzeit weltweit vorherrschende Thema COVID-19 (6 Milliarden und 60 Millionen).

Diese beiden Pha╠łnomene sind eng miteinander verbunden. So fo╠łrdert das Digitale die Ausbreitung der Globalisierung, und diese ist wiederum mitverantwortlich fu╠łr den Gegentrend Regionalita╠łt.

Die Pandemie hat die Einstellung vera╠łndert. 8 von 10 UnternehmerInnen geben in einem perso╠łnlichen Gespra╠łch an, dass sich durch die Pandemie ihre Einstellung zu Regionalita╠łt und Digitalisierung vera╠łndert hat. Fu╠łr 88 % der KonsumentInnen ist regionales Einkaufen seit der Corona-Krise wichtiger geworden. Von diesen haben 82 % ihr Einkaufsverhalten vera╠łndert und kaufen bewusst regional.

 

DIE KLUFT ZWISCHEN ÔÇ×DIGITAL NERDSÔÇť UND NACHKOMMENDEN STEIGT .UND GLEICHZEITIG ERFA╠łHRT DIE REGION MIT DEM HOMEOFFICE EINE NEUE QUALITA╠łT.

Die rasante Entwicklung im Digitalen la╠łsst die Kluft zwischen jenen, die stark affin zu den neuen Technologien sind, und den Nachkommenden, bei denen Alter und geringe Bildung Barrieren darstellen, immer gro╠ł├čer werden. Ziel wa╠łre, die Angst vor dem Digitalen zu nehmen und finanzielle Anreize zu bieten. Gleichzeitig vera╠łndert sich der Gap zwischen den Mo╠łglichkeiten des Urbanen und den Lebensqualita╠łten des La╠łndlichen durch das Homeoffice. Wie stark, wird sich weisen. Aber ein bis zwei Tage Arbeit zu Hause ko╠łnnten schon zur Regel werden und die Argumente fu╠łr einen neuen Lebensmittelpunkt Region versta╠łrken.

 

AB JETZT MEHR AUF REGIONALITA╠łT UND DIGITALISIERUNG SETZEN.

Fast 9 von 10 UnternehmerInnen wollen zuku╠łnftig mehr auf Regionalita╠łt setzen (regionale LieferantInnen, Marketing, regionale Produkte anbieten, regionale Plattformen nutzen). Fu╠łr 49 % der UnternehmerInnen schreitet die Digitalisierung mit gro├čen Schritten voran. Von diesen wollen 95 % mehr auf digitales Marketing setzen (Onlineshops, Social Media, Suchmaschinenoptimierung, …).

 

MEHR GELD FU╠łR REGIONALES AUSGEBEN – BEWUSSTSEIN IST DER SCHLU╠łSSEL.

Die Schaffung von Bewusstsein liefert den Schlu╠łssel fu╠łr die zukunftsfa╠łhige Verbindung von Regionalita╠łt und zu bezahlendem Entgelt.
So sehen 96 % der UnternehmerInnen die Sta╠łrke der Regionalita╠łt darin, dass das Geld in der Region bleibt. Konsumentenseitig gibt es die Bereitschaft, mehr Geld fu╠łr regionale Produkte zu bezahlen. Das sagt eine Metastudie aus 128 wissenschaftlichen Publikationen der BOKU Wien. Hohes Umwelt- oder Gesundheitsbewusstsein wirken sich gleicherma├čen auf die Bereitschaft aus, mehr beim regionalen Bauern und mehr fu╠łr ÔÇ×bioÔÇť und ÔÇ×regionalesÔÇť auszugeben als im Supermarkt. Soziodemografische Merkmale sind weniger ausschlaggebend.

 

DIE SORGE DER UNTERNEHMERINNEN WA╠łCHST. SIE WU╠łNSCHEN SICH BEWUSSTSEINSARBEIT UND SUPPORT DURCH DIE LANDES- UND GEMEINDEPOLITIK.

Gro├če Sorge haben 98 % der UnternehmerInnen, dass der Regionalita╠łtsboom abebbt, und wu╠łnschen sich daher Bewusstseinsarbeit vonseiten des Landes Steiermark und/oder ihrer Gemeinde. Zusa╠łtzlich werden eine bessere Vernetzung der Angebote, mehr Onlinepra╠łsenz, ein zentraler Onlineshop und mehr Zusammenhalt erwartet.

Daru╠łber hinaus empfehlen ExpertInnen die Unterstu╠łtzung neuer Formen kleinra╠łumiger Vernetzung und Kooperationen unter Einbeziehung des regionalen Tourismus.

Im digitalen Bereich werden Ideen, IT- und Marketing-Know-how, eine ausreichende Internetverbindung und Finanzierungsunterstu╠łtzung beno╠łtigt, um sich eine digitale Resilienz aufzubauen.
Das Interesse an Informationen und Know-howist gegeben. An einem in Planung befindlichen regionalen DIGITAL FUTURE DAY, der einen U╠łberblick u╠łber digitale Mo╠łglichkeiten geben soll, haben 62,5 % Interesse, und 38 % geben schon jetzt an, diesen besuchen zu wollen.

Mehr als die Ha╠łlfte der UnternehmerInnen wu╠łrde Webinare buchen, und zwar zu Themen wie die eigene Website optimieren, Webshops richtig machen, Ideen fu╠łr neue Produkte finden, und sie mo╠łchte auch einen Durchblick im Fo╠łrderdschungel erhalten.

 

DAS REGIONALE WA╠łCHST U╠łBER DIE LANDWIRTSCHAFT HINAUS. DIE GRENZEN VERSCHWINDEN ZUSEHENDS.

Digional ist das neue Regional. Ob perso╠łnliches Service durch den Chef oder die Chefin, der in dritter Generation gefu╠łhrte Betrieb, die Herstellung vor Ort, von Hand gefertigte Produkte und Dienstleistungen u. v. m. ÔÇô das ist gelebte Regionalita╠łt und bedeutet regionale Energie. Die Grenzen zwischen den Branchen lo╠łsen sich auf ÔÇô beispielgebend die Plattform ÔÇ×Aus unserer Region.atÔÇť.

Das Regionale und Digitale haben sich schon in ganz vielen Bereichen angena╠łhert und teilweise verbunden. Es entstehen neue hybride Formen, die die Vorteile des anderen in ein positives Neues transformieren. Das Digitale hat noch nie eine Unterscheidung zwischen dem Regionalen, Lokalen und Globalen gemacht. Es ist da und wartet auf seine Chancen, neue Optionen zu ero╠łffnen. Die neue Regionalita╠łt ist beides, regional und digital, sie ist digional. Sie beinhaltet das Digitale, ist offen und hat gro├če Chancen, sich auszubreiten und weiterzuentwickeln.

 

Die Studie wurde durchgef├╝hrt von┬áGW24 Kommunikationsberatung und wurde erstellt fu╠łr die Initiative ÔÇ×Aus unserer RegionÔÇť im Zeitraum Mai – September 2020.

Die vollst├Ąndige Studie mit 96 Seiten kann f├╝r 125,- EUR hier bestellt werden.

www.gw24.at