designforum Steiermark
The Orange Age
Eine Ausstellung über Mediendesign der 70er Jahre
© Geopho

Unverwechselbares Alltagsdesign sowie seltene, zu Design-Ikonen gewordene Objekte des Mediendesigns lassen die 1970er Jahre nah und fern zugleich erscheinen. Im Designmonat Graz 2017 konnte man den Reiz des letzten wirklich analogen Jahrzehnts im designforum Steiermark erleben.

Die Ausstellung The Orange Age lässt anhand ausgewählter Objekte und Exponate eine dynamische und höchst kreative Epoche des 20. Jahrhunderts Revue passieren. Die rund 60 Exponate – Audio- und TV-Geräte, Kommunikationsapparate und Büromaschinen – fungieren als Zeitzeugen, berichten von den Nachwirkungen der späten 1960er Jahre, der in der Flower Power manifestierten Freiheit von Farben und Formen sowie der Weltanschauungen und Zukunftsvisionen rund um das Space Age, hervorgerufen durch die erste Mondlandung. Die 1970er Jahre waren in Bezug auf Design eine wunderbare Ära des Individuellen, in der gerade Designer aus Italien, Deutschland und Frankreich ganz eigenständige, europäische Interpretationen der Pop Art in ihren Entwürfen umsetzten, bevor gegen Ende des Jahrzehnts eine massiv einsetzende Globalisierungswelle Individualität zugunsten einer gigantischen Massenproduktion nivellierte.

Sämtliche Objekte stammen aus dem Privatarchiv von Heinz M. Fischer, Vorsitzender des Departments Medien & Design und Leiter des Medieninstituts an der FH JOANNEUM. Er verfügt über eine der umfassendsten Mediensammlungen Österreichs.

Die Ausstellung fand in Kooperation mit dem Department of Media & Design an der FH Joanneum statt. Als Präsentationsflächen für die Exponate von „The Orange Age“ fungieren die von der Tischlerei Josef Prödl zur Verfügung gestellten HUBs, Büromöbel, die von fantoni in Italien gestaltet und produziert werden. Die Ausstellung ist nun im designforum Wien zu sehen, davor wurde sie im designforum Vorarlberg gezeigt.

Heinz M. Fischer: „Das Mediendesign der 1970er Jahre sagt sehr viel darüber aus, wie man mit diesen Produkten damals umgegangen ist. Alles war rund, sympathisch, man hat die Geräte haptisch gerne bedient, am Sendersuchlauf des Radios gedreht, den es in dieser Zeit noch gab. Das Produktdesign war von einer unglaublichen Freundlichkeit, Offenheit und Buntheit.“