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Martin Mostböck D.I. Arch.
Experimentell und nachhaltig, mit einem Hauch von Ironie. So lassen sich die Arbeiten des österreichischen Designers und Architekten Martin Mostböck wohl am besten beschreiben. Zu diesen zählen Möbel, Häuser, Geschäftseinrichtungen, Interieurs ebenso wie Objekte des Alltags.

Meist gestaltet sich der Versuch jemandem „ein Hackl ins Kreuz zu hauen“ eher subtil, beim „Best Friends Chair“ von Martin Mostböck geschieht dies hingegen gewollt offensichtlich. Ein Stuhl als dessen Rückenlehne eine Axt fungiert – die Aufarbeitung von persönlichen Erfahrungen des Designers manifestiert in einer Bildsprache der Vergeltung. In eine ganz andere Kerbe schlägt das Modell „FLAXX“. Der Stuhl ist Hybrid zwischen bequemen Vierbeiner und praktischem Freischwinger. Die aus Flachs bestehende Sitzschale ist ebenso wie das Untergestell des Stuhls zu 100% recyclingfähig. Als Einreichung für einen Wettbewerb des burgenländischen Möbelunternehmens Braun Lockenhaus entstand bereits 1999 der Stuhl „Garcia“. Das stapelbare Modell, das sich jeder Raumsituation anpasst, ging zwar nicht als Sieger hervor, wurde aber dennoch in Serie produziert. Zu den jüngsten Objekten von Martin Mostböck zählt Eklipse, eine Lampe, mit LED-Technologie und einem old-school, mechanischen Dimmer kombiniert.

Martin Mostböck schloss 1994 das Studium der Architektur an der Technischen Universität in Wien ab. Schon damals entstanden erste Entwürfe für Möbel und Leuchten. Arbeiten des Wieners wurden bereits weltweit ausgestellt, zuletzt 2015 mit der Ausstellung AID ArchitectureInteriorsDesign im Rahmen des London Design Festivals oder 2014 beim Designers’ Saturday in Langenthal. Viele seiner Arbeiten finden sich auch in internationalen Sammlungen. So wurde der Sessel „FLAXX“ in die ständige Sammlung des Design Museums Holon in Tel Aviv aufgenommen. Seine Sessel „Garcia“ und „Best Friends Chair“ sind Teil der permanenten Sammlung des MAK und des Museum of Arts and Design in New York.

Der Architekt und Designer entwirft sowohl Möbel, Häuser, Geschäftseinrichtungen, Interieurs als auch Objekte des Alltags und ist ein Grenzgänger zwischen den Disziplinen. Architektur bedeutet für ihn eine gemeinsame Reise an deren Endpunkt alle beglückt sind und vergleicht das Planen eines Hauses mit der Arbeit an einem Maßanzug. Dabei muss der Architekt die Gedanken seines Auftraggebers lesen können. Nur auf diese Weise entsteht ein Objekt mit Seele. Seine Arbeiten entstehen für führende europäische Hersteller wie Moroso, Eternit, Vorwerk und WMF.

Für seine Entwürfe und Arbeiten hat Mostböck zahlreiche Preisen erhalten. Der „FLAXX“ wurde mit dem GREEN GOOD DESIGN AWARD ausgezeichnet. Seine Geschäftsgestaltung des Thurner Fashion Concept Stores in Wien erhielt 2005 den Adolf Loos Preis. Bereits dreimal ging der RedDotAward an Martin Mostböck. Martin Mostböck ist Vortragender an der Technischen Universität Wien, dem Design Museum Holon in Tel Aviv und der MAK-Akademie.

Kontakt
Martin Mostböck D.I. Arch.
Schönlaterngasse 5/4/3
1010 Wien
Martin Mostböck
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AID London Design Festival
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