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Erster Weltreport zur Kreativwirtschaft

Kürzlich wurde der erste „Creative Economy Report 2008“ der UNCTAD anlässlich eines weltweiten konstanten Wachstums der Kreativwirtschaft veröffentlicht: demnach hat sich der Weltmarkt für Güter und Dienstleistungen der Creative Industries zwischen 1996 und 2005 fast verdoppelt.

Das „kreative“ Volumen wuchs von 227.4 Mrd. auf 424.4 Mrd. Dollars, das entspricht 3,4 Prozent des Welthandels insgesamt. Europa steht deutlich an der Spitze und dominiert den Welthandel fast zur Hälfte, die USA (23 Prozent) und Japan (15 Prozent) folgen. Erfreulicherweise konnten die Entwicklungsländer in der fraglichen Dekade ihren Anteil am Export ebenfalls zum Teil Jahr um Jahr erhöhen. Er stieg bis 2005 um 12 Prozent und macht inzwischen 41 Prozent aus. Entscheidenden Anteil an diesem Trend hat China, das inzwischen weltweit der größte Exporteur von kreativen Gütern ist und mittlerweile fast ein Fünftel des Weltmarktes abdeckt. Allerdings konstatiert UNCTAD auch: „Unglücklicherweise ist die große Mehrheit der Entwicklungsländer noch nicht in der Lage, ihre kreativen Kapazitäten für diese Entwicklung zu nutzen.“

Aus diesem Grund wurde die Initiative „Kreatives Afrika“ ins Leben gerufen: Ihre Aufgabe ist es, auf die noch kaum genutzten Ressourcen in diesem Bereich aufmerksam zu machen zu konkreten Maßnahmen anzuregen.

Der Bericht liefert einen Überblick über den weltweiten Handel mit Gütern und Dienstleistungen aus dem heterogenen Bereich der Creative Economy und beschreibt sie als treibende Kraft für wirtschaftliches Wachstum und wirtschaftliche Entwicklung.

Der Report wurde von einer informellen Arbeitsgruppe verfasst, an der neben UNCTAD weitere UN-Organisationen beteiligt waren, wie die UNDP [Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen], die UNESCO, die WIPO [Weltorganisation für geistiges Eigentum] und die ITC [Internationales Handelszentrum].

Er stellt die erste globale Studie der UN zum Thema Creative Industries dar. Er soll das Verständnis der komplexen Zusammenhänge erleichtern und helfen, die Schlüsselbegriffe zu erkennen, die die nationalen und internationalen Debatten prägen.

Den „Creative Economy Report 2008“ der UNCTAD finden Sie hier.




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