Forschungsprojekt
Das Große Wiener Kaffeehaus-Experiment
AUSSTELLUNG | 2. März bis 21. August 2011 (MAK DESIGN SPACE)
MAK Design Lab.01 | 8. bzw. 9. und 10. März 2011
MAK Design Lab.02 | 10. bzw. 11. und 12. Mai 2011
MAK Design Lab.03 | 15. und 16. Juni 2011
Eine Kooperation von MAK & departure
MAK Stubenring 5, Wien Vienna 1 | Eintritt frei
Sämtliche Informationen finden Sie auf: www.mak.at
Die Melange aus Kaffee und Milch ist eine Wiener Erfindung, das Kaffeehaus lieferte neue Variationen und den weltweiten Export. Der Zeitungshalter ist das Relikt einer kostengünstigen Allgemeinbildung und Zugang zur Welt – lange vor Fernsehen und Internet. Am Kaffeehaustisch wurde Literatur, Musik und Politik gemacht, gespielt und gehandelt, als das multifunktionale Möbel noch nicht existierte. Als Ort bietet das Kaffeehaus Reisenden und Getriebenen gleichermaßen ein Zuhause. Ausstattung und Besucher des Kaffeehauses geben Auskunft über lokale Moden und Stile oder mixen diese als globale Trends von morgen.
DAS KAFFEEHAUS DER ZUKUNFT
Unter der Forschungsregie des Architekten und Designers Gregor Eichinger soll "Das Große Wiener Kaffeehaus-Experiment" neue Ansätze für diesen speziellen Ort Wiener Prägung liefern, die einer sich in Veränderung befindlichen urbanen Lebenskultur Rechnung tragen und zugleich Design in seiner künstlerisch-wissenschaftlichen Herangehensweise als angewandtes Forschungstool erproben. Als wichtiger kultureller und sozialer Knotenpunkt einer Stadt wird das Kaffeehaus hinsichtlich seiner Möglichkeiten im 21. Jahrhundert durchleuchtet. Als Transitort zwischen privat und öffentlich, Freizeit und Beruf, zwischen Kommunikation, Kontemplation und dem Angebot zur analogen oder digitalen Begegnung bietet es mehr Potentiale als die Reduktion auf Konsum und Nostalgie. Ob als Gesamtkunstwerk oder offenes System – mit all seinen Bestandteilen vom Ober über den Gast bis zum Wasserglas eröffnet es Spielräume für Kreativität. Das in Modulen aus Lectures, Workshops, Research- und Work-in-Progress-Präsentationen aufgebaute Forschungsprojekt kann im MAK DESIGN SPACE als öffentlich zugängliches Designlabor mitverfolgt werden. In den Workshops werden Ansätze und Ideen für das Kaffeehaus der Zukunft entwickelt. Höhepunkt wird Die Versuchsanordnung, eine modellhafte Umsetzung der besten Entwürfe für einen Testbetrieb im MAK.
- MAK Design Lab.01 | mit raumlaborberlin, Berlin
- MAK Design Lab.02 | mit Antenna Design, New York
- MAK Design Lab.03 | mit Andrea Branzi, Mailand
- „Die Versuchsanordnung“ | 5.10.-16.10.2011 (MAK-Säulenhalle), eine Art Kaffeehaus mit Betrieb auf Zeit, das unterschiedliche, gebaute Szenarien der verfolgenswertesten Ergebnisse aus den Labormodulen 1:1 zum Test anbietet. Die Ergebnisse werden in einer Publikation veröffentlicht.
BEWERBUNGEN
Die Workshops richten sich insbesondere an interdisziplinär arbeitende Interessierte aus den Bereichen Architektur, Design und bildende Kunst.
Bewerbungen für die Teilnahme mit digitalem Portfolio
- für MAK Design Lab.01 bis 25. Februar 2011
- für MAK Design Lab.02 bis 29. April 2011
- für MAK Design Lab.03 bis 3. Juni 2011
an kaffeehaus-experiment@MAK.at
Eine Benachrichtigung über die Aufnahme erfolgt bis spätestens eine Woche vor Beginn, max. 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
AUSSTELLUNG | 2. März bis 21. August 2011
MAK DESIGN SPACE
Eine Work-in-Progress-Ausstellung eröffnet das Forschungsprojekt mit Aspekten zum Wiener Kaffeehaus. Julia Landsiedl, MAK Designer-in-Residence 2011, beobachtet und interviewt die Kaffeehausszene, sammelt Anschauungsbeispiele und durchforstet die MAK-Sammlung nach Artefakten. Eine kognitiv erstellte und kommentierte Collage, eine Art dreidimensionale Mind-Map aus historischen und aktuellen Zeichnungen, Plakaten, Fotografien und Objekten zur Kaffeehauskultur, bietet ein erstes Screening der Thematik und steckt mögliche Forschungsfragen und Gestaltungsaufgaben ab. Sie dient den von Gregor Eichinger konzipierten, parallel stattfindenden Labormodulen als Impuls und Recherche-Kit und wird im Laufe des Projekts durch diese ergänzt. Zudem fungiert sie als Ausgangspunkt für weitere Explorationen im MAK und im Stadtraum.
Weitere Informationen finden Sie auf: www.mak.at
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