Festival
Steirischer Herbst 2010
Zeit: 24. September bis 17. Oktober 2010
Eröffnung: 24. September 2010 | 19.30 Uhr | Helmut List Halle
Meister, Trickster, Bricoleure –
Virtuosität als Strategie für Kunst und Überleben
Am 24. September eröffnete der steirische herbst 2010 mit "Maschinenhalle #1", einem Projekt von Bernhard Lang, Christine Gaigg, Winfried Ritsch und Philipp Harnoncourt und anschließend einem Konzert von Lali Puna in der Helmut-List-Halle. Unter dem Leitmotiv „Meister, Trickster, Bricoleure“ spielte das Festival für Gegenwartskunst heuer mit unterschiedlichsten Aspekten von Virtuosität. In knapp dreieinhalb Wochen konnte man an die hundert Projekte erleben – Performances, Konzerte, Ausstellungen: Großartige Virtuosen, wie der Choreograf William Forsythe und seine Company, aber auch junge Meister, wie die beiden Theatermacherinnen Giséle Vienne und Edit Kaldor, die deutsche Truppe Showcase Beat Le Mot, der österreichische Choreograf Philipp Gehmacher oder das Grazer Theater im Bahnhof, deren Stück in den Grazer Citypark führte.
Mit seinem Festivalzentrum war der herbst 2010 im Forum Stadtpark angesiedelt: Nach einem Entwurf des österreichischen Architekturkollektivs feld72 bahnten sich alltägliche, recyclebare Europaletten ihren Weg quer durch das Gebäude, mündeten in einer Freilichttribüne und verwandelten das Forum in eine Kulisse in und hinter der das Leben spielt. Das Festivalzentrum war vieles – Kaffeehaus, Club, Lounge, Akademie, Bühne, hier war auch für acht Tage das „Casino of Tricks“ untergebracht. In diesem Casino war nur eines vorhersagbar: Früher oder später würden die Gäste mit ihren Tricks die Bank sprengen.
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